Unternehmen verändern sich in großer Geschwindigkeit: Neue Benutzer, häufige Abteilungswechsel, nur temporär benötigte Projektberechtigungen oder Änderungen von Namen und Telefonnummern führen zu einer Vielzahl von Änderungen in zentralen Verzeichnisdiensten und anderen Systemen.
Administrative Tätigkeiten werden in vielen Umgebungen als zeit- und kostenintensiver Overhead wahrgenommen aber trotzdem gar nicht oder nur sehr eingeschränkt automatisiert.
Das Produkt Enterprise Provisioning Portal (EPP) verfolgt das Ziel, ein automatisiertes Management des gesamten Lebenszyklus von Objekten zu ermöglichen: Beim Benutzerobjekt z.B. vom Eintritt des Mitarbeiters in das Unternehmen über Änderungen wie Abteilungswechsel oder Namensänderung bei Heirat bis hin zum Ausscheiden des Mitarbeiters und dem sicherem Löschen des Objekts und aller Berechtigungen. Dabei werden Einstellungen dem Administrator vorgegeben und so die Arbeit erleichtert, Fehler vermieden und die Einheitlichkeit kritischer Parameter wie etwa Gruppenzugehörigkeiten, Mail-Adressen oder Dateiberechtigungen sichergestellt. Benutzern des Systems EPP können spezifische Rollen zugewiesen werden wie etwa „Zentraladministrator“ oder „Abteilungsadministrator“. Diese Rollen regeln dann sowohl, welche administrativen Tätigkeiten ein bestimmter Benutzer innerhalb von EPP durchführen darf als auch die Gestaltung der Oberfläche im Portal: Es werden nur jene
Menüpunkte angezeigt für die auch eine Berechtigung vorliegt.
Die Delegation administrativer Tätigkeiten ist ein zentraler Aspekt von EPP: Viele IT-Umgebungen erfordern zum einen die zentrale Kontrolle und Nachvollziehbarkeit der administrativen Schritte, zum anderen sollen aber Änderungen zum Beispiel in einer Fachabteilung – also am Ort des Entstehens – durchgeführt werden können. EPP unterstützt diese Vorgehensweise durch die Möglichkeit, auf Ebene der Organisationseinheiten Berechtigungen vergeben zu können und so auch einem Abteilungsleiter im Portal zu ermöglichen, für seine Abteilung Änderungen durchzuführen. Diese bleiben immer unter Kontrolle und unterliegen ggf. auch einem Genehmigungsvorbehalt der zentralen IT-Abteilung.
Nachvollziehbar bleiben alle administrativen Prozesse im Unternehmen, da EPP jeden Schritt in einer Datenbank speichert. So kann z.B. zu einem Auftrag „Benutzer löschen“ abgerufen werden, wer das Löschen wann veranlasst hat und ob auch die entsprechenden Berechtigungen z.B. auf Datei-/Ordner-/Share-Ebene mit gelöscht wurden.